Preiserhöhungen erklärt niemand gern. Trotzdem gehört eine klare Begründung dazu. Wir haben unsere Produkte anfangs knapp kalkuliert. Seitdem sind Funktionsumfang, Paketgrenzen und die Anforderungen an Einführung und Support gewachsen. Irgendwann stimmte das Verhältnis nicht mehr.
Die Alternative wäre gewesen, Leistungen auszulagern, jede Erweiterung einzeln zu berechnen oder bei Pflege und Support zu sparen. Das halten wir bei Software, auf die Betriebe im Alltag angewiesen sind, für den falschen Weg.
Die ursprüngliche Kalkulation trug den heutigen Umfang nicht mehr
Ein niedriger Einstiegspreis wirkt zunächst attraktiv. Er ist aber nur dann gut, wenn er Entwicklung, Fehlerbehebung, Updates und Kundenbetreuung dauerhaft mitfinanziert. Unsere früheren Preise orientierten sich an kleineren Produktständen und engeren Paketen. Die Produkte sind dieser Kalkulation entwachsen.
Wir hätten die alten Beträge stehen lassen und viele Leistungen als Zusatzoption verkaufen können. Das hätte günstig ausgesehen, aber Angebote schwerer vergleichbar gemacht. Stattdessen enthalten die regulären Pakete heute klar benannte Funktionen, Nutzungsgrenzen und Supportwege.
Der Produktumfang ist deutlich gewachsen
Bei Skillent geht es längst nicht mehr nur um das Schreiben und Freigeben von Berichtsheften. Je nach Paket gehören Dokumente, Beurteilungen, Zeiterfassung, Abwesenheiten, Schichtplanung, mehrere Standorte, LDAP, Schnittstellen und Exporte dazu. Auch die Zahl der Auszubildenden und internen Benutzer ist je Paket festgelegt.
Inventonia bildet neben dem Inventarbestand unter anderem Übergaben, Standorte, Wartung, Reservierungen und technische Anbindungen ab. AudioBridge bleibt bewusst ein fokussiertes Werkzeug, wird aber als dauerhafte Einmallizenz mit einer 30-tägigen Testmöglichkeit angeboten.
Nach dem Kauf beginnt die laufende Arbeit
Bei einer betrieblichen Anwendung endet die Arbeit nicht mit einer fertigen Version. Betriebssysteme, Browser, Datenbanken und Schnittstellen verändern sich. Fehler müssen nachvollzogen, Abhängigkeiten aktualisiert und bestehende Funktionen nach Änderungen erneut geprüft werden.
Diese Arbeit ist im Alltag kaum sichtbar. Sie entscheidet aber darüber, ob eine Anwendung auch nach mehreren Updates noch verlässlich eingesetzt werden kann. Jahreslizenzen finanzieren deshalb nicht nur neue Funktionen, sondern auch die Pflege des bereits vorhandenen Produkts.
B2B-Software braucht erreichbare Ansprechpartner
Eine fachliche Rückfrage lässt sich nicht immer mit einer allgemeinen Hilfeseite beantworten. Bei Skillent sprechen Ausbildungsleitung und IT über Rollen, Freigaben, Importe oder die passende Betriebsform. Bei Inventonia geht es häufig um Bestandsstruktur, Standorte und Übergabeprozesse. Solche Fragen brauchen Produktkenntnis und Zeit.
Wir wollen Anfragen nicht durch anonyme Schleifen schicken. Zu unserem Angebot gehören direkter Produktkontakt, eine strukturierte Einführung und eine Rückmeldung am selben oder nächsten Werktag. Auch das muss in einer belastbaren Kalkulation berücksichtigt werden.
Self-Hosting und Managed Hosting verursachen unterschiedliche Arbeit
Self-Hosted-Lizenzen und Managed Hosting bleiben getrennt. Wer Skillent oder Inventonia auf eigener Infrastruktur betreibt, bezahlt die Softwarelizenz und übernimmt den technischen Betrieb selbst. Beim Managed Hosting kommen Bereitstellung und laufende Betriebsaufgaben in Deutschland hinzu.
Diese Trennung ist absichtlich klar. Ein eigener Serverbetrieb soll nicht pauschal in jeder Lizenz eingepreist sein. Umgekehrt lässt sich Managed Hosting nicht seriös zum Preis einer reinen Softwarelizenz anbieten. Bei größeren oder abweichenden Umgebungen wird der Umfang vor dem Angebot geklärt.
Was trotz der neuen Preise bleibt
Die Preisstruktur bleibt nachvollziehbar: öffentliche Standardpreise, klar abgegrenzte Pakete und separate Beträge für Managed Hosting. Enterprise-Umfänge werden angeboten, nachdem Anforderungen und Einführung geklärt sind. Versteckte Pflichtmodule gehören nicht zum Modell.
Für Kleinstbetriebe bleibt die Skillent Micro-Lizenz auf Anfrage kostenfrei. Sie umfasst bis zu drei Auszubildende, zwei interne Benutzer und einen Standort. Wer sie selbst betreibt, zahlt keine Lizenzgebühr; bei Managed Hosting fällt nur der Serverbetrieb an.
Höhere Preise sind keine angenehme Nachricht. Sie sind für uns aber ehrlicher als ein Betrag, der nur im Verkauf gut aussieht und später weder Produktpflege noch verlässlichen Support trägt. Unsere Preise sollen zu der Leistung passen, die Kunden heute erhalten, und zu der Verantwortung, die wir für die Produkte übernehmen.