Mehrere Jabra-Headsets mit gleichem Namen unterscheiden

Zwei oder zehn baugleiche Jabra-Headsets an Link-Adaptern heißen in Windows alle „Kopfhörer (Jabra Link 380)“. Mit eigenen Namen in Windows und Jabra Direct, einer festen Nummerierung und klar gekennzeichneten Paaren lassen sie sich zuverlässig auseinanderhalten.

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Wie unterscheide ich mehrere gleiche Jabra-Headsets, die in Windows, Teams und Softphones denselben Namen haben?

  • Windows übernimmt den Namen vom Link-Adapter, deshalb heißen baugleiche Headsets alle „Kopfhörer (Jabra Link 380)“; Teams und Softphones zeigen denselben Namen.
  • Umbenennen geht in mmsys.cpl unter Eigenschaften; der Name gilt nur für diesen PC und kann bei einem anderen USB-Port verloren gehen, wenn der Adapter keine Seriennummer meldet.
  • Ein Name mit fester Nummer in Jabra Direct, gleiche Aufkleber auf Adapter und Headset und nur ein Verbindungsweg pro Headset machen die Zuordnung dauerhaft.

Mehrere gleiche Jabra-Headsets erscheinen in Windows unter demselben Namen, weil Windows den Gerätenamen vom USB-Adapter übernimmt und nicht vom Headset. Unterscheiden lassen sie sich auf drei Wegen: Sie benennen jedes Gerät in den Windows-Soundeinstellungen um, vergeben in Jabra Direct einen eigenen Namen mit fortlaufender Nummer wie „001“ oder „002“ und kennzeichnen Adapter und Headset außen als Paar. Teams und Softphones zeigen den Windows-Namen an, deshalb hilft dort vor allem die Umbenennung in Windows.

Die Anleitung bezieht sich auf Windows 10 und 11 und auf Headsets, die über einen Jabra-Link-Adapter wie den Link 380 verbunden sind. Für andere Marken gelten die Windows-Schritte genauso.

Warum heißen alle Jabra-Headsets in Windows gleich?

Ein Jabra Evolve2 65 oder Evolve2 85 wird im Büro meist über den mitgelieferten Bluetooth-Adapter Jabra Link 380 angeschlossen. Für Windows ist dieser Adapter das Audiogerät. Jabra schreibt dazu selbst im Handbuch, dass man unter Umständen den Link 380 als Wiedergabegerät auswählen muss, damit der Ton im Headset ankommt. Windows setzt den angezeigten Namen aus der Geräteart und der Produktbezeichnung zusammen, die der Adapter meldet. So entstehen Einträge wie „Kopfhörer (Jabra Link 380)“ und „Mikrofon (Jabra Link 380)“.

Jeder Adapter desselben Modells meldet dieselbe Bezeichnung. Stecken zwei Adapter am selben PC, stehen in der Soundliste zwei identische Einträge. Dasselbe passiert in Teams, Zoom und den meisten Softphones, die die Gerätenamen aus Windows übernehmen. Am Schulungs- oder Mithörplatz ist das ärgerlich: Wer das falsche Gerät erwischt, hört nichts oder telefoniert über das Headset der Kollegin.

Wie benenne ich ein Audiogerät in Windows um?

Windows erlaubt eigene Namen für jedes Wiedergabe- und Aufnahmegerät. Der zuverlässigste Weg führt über die klassische Sound-Systemsteuerung, die in Windows 10 und 11 gleich aussieht:

  1. Windows + R drücken, mmsys.cpl eingeben und mit Enter bestätigen.
  2. Auf der Registerkarte „Wiedergabe“ das Headset auswählen. Welcher der gleich benannten Einträge zu welchem Headset gehört, zeigt der grüne Pegelbalken, wenn auf genau einem Headset gerade Ton läuft.
  3. „Eigenschaften“ öffnen. Auf der Registerkarte „Allgemein“ steht oben ein Textfeld mit dem Namen.
  4. Einen eindeutigen Namen eintragen, etwa „Headset 001 Schulung“, und mit „OK“ speichern.
  5. Dasselbe auf der Registerkarte „Aufnahme“ für das zugehörige Mikrofon wiederholen.

In Windows 11 gibt es zusätzlich den Weg über Einstellungen > System > Sound: Gerät anklicken und oben „Umbenennen“ wählen. Das Ergebnis ist dasselbe. Teams und Softphones übernehmen den neuen Namen aus Windows; gegebenenfalls muss die Anwendung dafür neu gestartet werden.

Warum ist der neue Name nach dem Umstecken wieder weg?

Windows speichert den eigenen Namen nicht im Headset, sondern beim Geräteeintrag des Adapters auf diesem PC. Wie Windows einen USB-Adapter wiedererkennt, hängt davon ab, ob das Gerät eine eindeutige Seriennummer meldet. Laut Microsoft ist die Geräteinstanz bei USB-Geräten ohne Seriennummer an den Anschluss gebunden, an dem das Gerät steckt. Steckt man einen solchen Adapter an einen anderen USB-Port oder an einen Hub, legt Windows einen neuen Eintrag an, und der Standardname ist zurück.

Für den Alltag heißt das:

  • Gleicher PC, gleicher Port: Der Name bleibt in der Regel erhalten.
  • Anderer Port, Hub oder Dockingstation: Der Name kann verloren gehen, wenn der Adapter keine Seriennummer meldet.
  • Anderer PC: Der Name fehlt immer, weil er nur lokal gespeichert ist.
  • Adapter mit anderem Headset gekoppelt: Der Windows-Name bleibt beim Adapter. Ein Name wie „Headset 001“ stimmt dann nicht mehr.

Ob ein Adapter eine Seriennummer meldet, zeigt der Geräte-Manager: Eigenschaften des Geräts öffnen, Registerkarte „Details“, Eigenschaft „Geräteinstanzpfad“. Steht am Ende eine Kennung, die sich beim Wechsel des Ports ändert, ist die Instanz an den Anschluss gebunden.

Kann man den Headset-Namen in Jabra Direct ändern?

Ja, bei vielen Modellen. Jabra Direct ist die kostenlose Desktop-Software von Jabra für Firmware-Updates, Einstellungen und das Koppeln von Headset und Link-Adapter. In den Geräteeinstellungen bieten zahlreiche Modelle ein Feld für einen eigenen Namen. Beim Jabra Biz 2300 USB beschreibt Jabra den Weg so: Gerät auswählen, „Device“ anklicken, unter „Device settings“ > „Product Information“ den Eintrag „Name tag“ ausfüllen und mit „Apply“ übernehmen. Bei Bluetooth-Modellen wie dem älteren Evolve 75 heißt die Einstellung anders, das Prinzip ist gleich. Jabra weist darauf hin, dass Menüs je nach Gerät, Firmware und Version von Jabra Direct abweichen. Fehlt das Feld, lohnt zuerst ein Update von Jabra Direct und der Firmware.

Der Name wird im Headset gespeichert und wandert deshalb mit, auch an einen anderen PC. Windows zeigt ihn allerdings nicht in der Soundliste an, dort steht weiterhin der Name des Adapters. Für Teams und Softphones ändert sich durch Jabra Direct allein also nichts.

Ein Nummerierungsschema, das hält

Bewährt hat sich ein kurzer Name mit einer festen dreistelligen Nummer am Ende:

Beispiel für die Benennung von Headsets, Adaptern und Windows-Geräten
Platz Name in Jabra Direct Aufkleber Headset und Adapter Name in Windows
Schulung, Trainer Evolve2 65 001 001 Kopfhörer (001)
Schulung, Teilnehmer Evolve2 65 002 002 Kopfhörer (002)
Support, Platz 3 Evolve2 65 003 003 Kopfhörer (003)

Die Nummer steht überall gleich: im Headset, auf beiden Aufklebern und im Windows-Namen. Wer ein Gerät aus dem Schrank holt, sieht sofort, welcher Adapter dazugehört, und im Softphone steht dieselbe Zahl.

Adapter und Headset als Paar kennzeichnen

Ein Link-Adapter merkt sich mehrere gekoppelte Headsets. Werden Adapter nach Feierabend in eine Kiste gelegt und am nächsten Morgen zufällig verteilt, verbindet sich ein Headset womöglich mit einem fremden Adapter, oder gar nicht. Deshalb:

  • Adapter und Headset mit derselben Nummer bekleben und gemeinsam aufbewahren.
  • Neue Paare in Jabra Direct koppeln und dabei gleich den Namen setzen.
  • Nach einem Zurücksetzen des Headsets das Paar neu koppeln; laut Jabra löscht ein Reset die Liste der gekoppelten Geräte.
  • Adapter möglichst immer an denselben USB-Port desselben PCs stecken, damit der Windows-Name erhalten bleibt.

Nicht gleichzeitig über Adapter und USB-Kabel verbinden

Manche Jabra-Headsets lassen sich zusätzlich per USB-Kabel als Audiogerät anschließen, etwa das ältere Evolve 65. Bei den Evolve2-Modellen dient das Kabel laut Handbuch dem Laden. Hängt ein Headset, das beides kann, gleichzeitig am Adapter und am Kabel, führt Windows zwei Audiogeräte für dasselbe Headset. Läuft der Ton dann über den einen Weg, während die Anwendung den anderen erwartet, bleibt es still. Am Mithörplatz sollte jedes Headset deshalb nur auf einem Weg verbunden sein.

Zentrale Verwaltung für viele Headsets

Für größere Bestände bietet Jabra Werkzeuge für die IT. Mit Jabra Xpress verteilen Administratoren Einstellungen und Firmware als Pakete an viele Rechner. Jabra Plus Management ist eine Cloud-Plattform für Geräteinventar, Firmware und Einstellungen, für USB-Geräte gibt es zusätzlich das Kommandozeilenwerkzeug JabraCLI. Ob sich darüber auch Headset-Namen setzen lassen, hängt von Modell und Version ab; das sollte die IT vor dem Rollout in der Dokumentation von Jabra prüfen. Die Windows-Namen bleiben davon unberührt.

Gleiche Jabra-Headsets in AudioBridge

Wo zwei baugleiche Headsets an einem PC hängen, etwa beim Live-Mithören in Einarbeitung und Support, kommt das Problem besonders häufig vor. AudioBridge für Windows spiegelt den Ton eines Sprecher-Headsets auf ein Zuhörer-Headset am selben PC und nutzt bei Jabra-Geräten das Jabra SDK:

  • AudioBridge liest den Namen, der im Headset hinterlegt ist, etwa den in Jabra Direct vergebenen, und zeigt zusätzlich das Modell.
  • Hinter jedem Jabra-Gerät steht, ob es über den Adapter oder per USB-Kabel verbunden ist. Hängt ein Headset an beidem, warnt AudioBridge.
  • Endet der Name auf eine Nummer wie „067“, setzt AudioBridge auf Wunsch kurze Windows-Namen wie „Kopfhörer (067)“, die auch Teams und Softphones sehen. Diese Option ist im Auslieferungszustand ausgeschaltet; bereits geänderte Namen lassen sich in den Windows-Soundeinstellungen zurücksetzen.
  • Steckt der Adapter, ist das Headset aber aus oder außer Reichweite, zeigt AudioBridge „Headset aus“ an. Verbindet es sich, aktualisiert sich die Liste.
  • Für Headsets anderer Marken spielt ein Assistent jedes Gerät einzeln mit Testton an.

Die Grenzen: AudioBridge überträgt in eine Richtung auf genau einen Zuhörer am selben PC, zeichnet nichts auf, und eine kleine Verzögerung zwischen beiden Headsets bleibt. Es läuft unter Windows 10 und 11 mit USB-, Bluetooth- und Klinken-Headsets. Die Testversion läuft 30 Tage, eine Lizenz kostet ab 59 € netto einmalig. Andere Wege für zwei Headsets an einem PC vergleicht der Beitrag Zwei Headsets an einem PC; was beim Mithören im Kundenservice zu klären ist, steht unter Mithören im Kundenservice.

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